VirtualBox-Netzwerk: NAT, Netzwerkbrücke, Host-only und intern

Soll eine virtuelle Maschine einfach ins Internet, beginnen Sie mit NAT. Wählen Sie einen anderen Modus erst, wenn klar ist, welche Geräte miteinander sprechen sollen. Internetzugriff, die Verbindung zweier VMs und der Zugriff eines anderen PCs auf die VM sind verschiedene Aufgaben.

VirtualBox-Netzwerk: NAT, Netzwerkbrücke, Host-only und intern

Welcher Modus passt?

Modus Zweck Wichtige Grenze
NAT Ausgehender Zugriff einer VM über den Host. Eingehende Verbindungen brauchen normalerweise eine Portweiterleitung.
NAT-Netzwerk Mehrere ausgewählte VMs mit gemeinsamem Netz und ausgehendem Zugriff. Alle müssen dasselbe benannte NAT-Netzwerk verwenden.
Netzwerkbrücke Die VM nimmt am physischen Netzwerk teil. LAN-Regeln, Adressvergabe und Firewall gelten weiterhin.
Host-only Host und ausgewählte VMs erreichen sich. Kein eingebauter Weg ins Internet.
Internes Netzwerk VMs im selben benannten internen Netz erreichen sich. Der Host gehört nicht automatisch dazu.
Nicht angeschlossen Virtuelle Netzwerkkarte ohne Verbindung. Das Gastbetriebssystem sieht eine getrennte Verbindung.

Die VirtualBox-Netzwerkdokumentation von Oracle erläutert die Betriebsarten. NAT und NAT-Netzwerk sind verschiedene Optionen. Zwei VMs mit gewöhnlichem NAT bilden nicht automatisch ein gemeinsames virtuelles LAN.

Adapter der VM einstellen

  1. Fahren Sie die virtuelle Maschine vor der Umstellung regulär herunter.
  2. Öffnen Sie im VirtualBox Manager die Einstellungen der VM und Netzwerk.
  3. Aktivieren Sie den Adapter und wählen Sie Anschlussart sowie benötigte Host-Schnittstelle oder das benannte virtuelle Netz.
  4. Lassen Sie Kabel verbunden aktiviert, wenn eine Verbindung gewünscht ist.
  5. Starten Sie den Gast und prüfen Sie dessen Netzwerkeinstellungen, zunächst normalerweise mit automatischer Adressvergabe.

Ein Host-only- oder NAT-Netzwerk muss gegebenenfalls zuerst im Netzwerkwerkzeug des Managers angelegt werden. Die Menübezeichnungen unterscheiden sich nach Hostsystem und VirtualBox-Version.

Netzwerkbrücke bewusst verwenden

Eine VM mit Netzwerkbrücke verhält sich im LAN ähnlich wie ein weiterer Computer. Das hilft bei einem Testserver, kann aber auch dessen Dienste für andere Geräte erreichbar machen. Lassen Sie die Gast-Firewall eingeschaltet und verwenden Sie ein Netzwerk, in dem Sie testen dürfen. WLAN und verwaltete Netze können zusätzliche Beschränkungen haben.

Fehler Schicht für Schicht eingrenzen

Prüfen Sie Internetzugang am Host, das virtuelle Kabel sowie Adresse und DNS im Gast. Eine Gast-Firewall kann einen Dienst blockieren, obwohl der Browser funktioniert. Host-only und interne Netze haben ohne zusätzlich eingerichtetes Routing keinen gewöhnlichen Internetzugang.

Für einen anderen Hypervisor erklärt unser VMware-Netzwerkratgeber die vergleichbaren Grundideen. Entscheidend ist die gewünschte Verbindung zwischen Gast, Host und Außenwelt, nicht allein ein ähnlich klingender Modusname.

Häufige Fragen

Welchen Modus nehme ich für einfachen Internetzugang?

Für eine einzelne VM ist NAT meist der einfachste Ausgangspunkt.

Sind NAT und NAT-Netzwerk identisch?

Nein. Ein NAT-Netzwerk verbindet ausgewählte VMs in einem gemeinsamen benannten Netz.

Bietet Host-only automatisch Internet?

Nein. Dafür müssten Sie zusätzlich einen passenden Routingweg einrichten.

Umgeht die Netzwerkbrücke die Gast-Firewall?

Nein. Firewall, Diensteinstellungen und Regeln des physischen Netzes gelten weiterhin.